Gemeiner Augentrost
Euphrasia officinalis

Der Gemeine Augentrost ist ein Halbschmarotzer, er bildet sogenannte Saugwurzeln aus und zapft somit andere Wiesenpflanzen an. Da er aber noch selbstständig Photosynthese betreibt, ist er nicht ausschließlich auf seinen Wirt angewiesen. Er gehört zur der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist vorwiegend auf Bergwiesen, wie auch an Wegrändern zu finden. Er wächst auf lehmig-tonigen und kalkarmen Boden bis zu 25 cm hoch. Seine kurz gestielten Blüten (10-50) stehen in den Achseln der oberen Stängelblätter und blühen in den Monaten Mai – Oktober. Die Blüte ist überwiegend weiß gefärbt mit violetten Adern. Der kurz behaarte Stängel verzweigt sich ab dem unteren Drittel, wächst aber aufrecht. Die Blätter sind gegenständig angeordnet und besitzen an jeder Seite 3-6 spitze Zähne.

Dem Augentrost wird eine heilende Wirkung bei Husten und Heiserkeit nachgesagt. Doch vor allem kommt er zum Einsatz bei Entzündungen der Bindehaut- oder des Lidrandes.