Urbanität & Vielfalt:

Biodiversität durch bürgerschaftliches Engagement –

seltene heimische Wildpflanzen im Garten und auf dem Balkon

Gemeinsam mit ihnen wollen wir den Naturschutz in den Alltag holen. Ziel des Projektes ist es, seltene oder bedrohte regionale Wildpflanzen mit Ihrer Hilfe in ihrem Bestand zu stärken und Sie in die Welt der biologischen Vielfalt um uns herum mitzunehmen.

Dazu stellen der Botanische Garten der Universität Potsdam, das Späth-Arboretum der Humboldt-Universität zu Berlin, der Botanische Garten der Philipps-Universität Marburg und die Gärtnerei des Umweltzentrums Dresden Jungpflanzen zur Verfügung, die Sie in einem Blumenkasten, auf ihrem Balkon, in ihrem Garten oder auf einer der sogenannten Archeflächen hegen und pflegen können. Urbanität & Vielfalt hat in jeder Stadt seine regionalen Besonderheiten.

Naturschutz zum Anfassen und Mitmachen

Sind Sie neugierig auf die Natur um Sie herum? Haben Sie Lust mitzumachen? Dann können Sie Pflanzenpate werden. Es bedarf keinerlei Vorkenntnisse. Was Sie brauchen, ist Neugier und Freude an der Natur. Viele Informationen zu den Projektpflanzen finden Sie auf dieser Webseite. Steckbriefe mit Hinweisen zur Pflege gibt es an den jeweiligen Standorten bzw. auf den Archeflächen.

Auf unseren familienfreundlichen Schau- und Archeflächen finden regelmäßig Veranstaltungen zu Thema statt. Darüber hinaus wird die Bevölkerung auch an anderen Orten in der Stadt informiert. Und auf Exkursionen bieten wir Ihnen viele interessante Aspekte zum Thema biologische Vielfalt. Für weitere Tipps und Fragen steht Ihnen unser Fachpersonal auch gerne per Mail oder Telefon hilfreich zur Verfügung. Als Pflanzenpate leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der regionalen Vielfalt in Ihrer Stadt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Viele Bürgereinnen und Bürger die mitmachen, werden während der vierjährigen Projektlaufzeit ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln und so Urbanität & Vielfalt zusammen mit uns noch viele weitere Jahre erfolgreich fortführen.

Eine Brücke zwischen Stadt und Natur schlagen

Ausgerechnet an den Orten, die wir am wenigsten mit Natur in Verbindung bringen, finden einige Pflanzen- und Tierarten Rückzugsorte. Sie arrangieren sich mit der bebauten Umgebung. Verdrängt von ihren natürlichen Standorten, beginnen sich diese Arten in der Stadt auszubreiten. Das liegt unter anderem daran, dass es hier Stadtparks und Stadtwälder mit Wiesen gibt, die nicht für den Anbau von Futterpflanzen oder Lebensmitteln genutzt und somit auch nicht gedüngt oder mit Pestiziden bearbeitet werden.

An solchen Orten finden einige Wildkräuter einen Ort zum Wachsen und Gedeihen, Bäume können ein beträchtliches Alter erreichen und bieten damit wieder anderen Arten einen Lebensraum. Auch Privatgärten, Alleen und Brachflächen werden von Tier- und Pflanzenarten erobert. So dienen Erholungsräume für Menschen auch Pflanzen und Tieren als Ort der Ruhe und des Schutzes. Die Stadt, der urbane Raum, ist also ein guter Ort, um direkt vor der Haustür Natur zu erfahren und die Natur zu schützen.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, der Magistrat der Stadt Marburg und das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft gefördert und von der GdW unterstützt.