Guter Heinrich
Chenopodium bonus-henricus L.

Die immergrüne ausdauernde, krautige Art gehört zur Familie der Gänsefußgewächse. Sie erreicht Wuchshöhen von 20 bis 100 cm. Die großen, gestielten bis 15cm langen Blätter haben eine dreieckige Form und eine auffällige Aderung. Die jungen Blätter zeigen leicht rötliche Färbung und fühlen sich etwas klebrig an. An langen, ährenähnlichen Rispen bilden sich von April bis Oktober zahlreiche kleine, grünliche Blüten aus, die durch Wind bestäubt werden. Der Name Guter Heinrich bezieht sich auf die Bedeutung von Heinrich als guter Geist, wegen des Nutzens als Heil- und Gemüsepflanze. Er gilt als Repräsentant für die vorspinatliche Gemüsekultur vor dem 16. Jahrhundert. Man findet die Art vor allem in Dörfern auf Ruderalstellen und Dungplätzen auf frischen stickstoffreichen Böden. Durch die Verstädterung der Dörfer ist sein Bestand so stark abnehmend, dass er in Sachsen als prioritärer Art für Maßnahmen eingestuft werden musste. Derzeit wird der Gute Heinrich sowohl bundesweit als auch in Sachsen in der Roten Liste als gefährdet geführt.