Färber-Ginster
Genista tinctoria

Der Färber-Ginster gehört zu den Schmetterlingsblütengewächsen. Die dornenlose, strauchig wachsende Art bildet kleine längliche Blätter, die mit kurzen Nebenblättern versehen sind. Ihre Blütezeit ist von Mai bis August. Die gelben Blüten werden vor allem durch Bienen und Hummeln bestäubt. Drückt das Insekt auf die Blüte klappen Flügel und Schiffchen bei Druck schlagartig nach unten, so dass es auf die Staubblätter u. Narbe fällt und Pollen an seinem Bauch kleben bleibt. Besucht das Insekt eine weitere Blüte, wird der Pollen auf die Narbe übertragen und die Befruchtung findet statt. Bleibt ein Insektenbesuch aus, kann der Färber-Ginster sich auch selbst befruchten. Früher wurden die Blüten zum Färben von Stoffen verwendet (lat. tinctorius = Färber-). Er wächst bevorzugt auf Halbtrockenrasen, frischen Heiden und an Bahndämmen oder Kiesgruben und ist kalkmeidend. Seine Verbreitung erstreckt sich über ganz Europa. In Berlin haben die Bestände derart abgenommen, dass die Art vom Aussterben bedroht ist.