Echter Wiesenhafer
Helictotrichon pratense

Der Echte Wiesenhafer gehört zu den Süßgräsern. Er wird bis zu 80 cm hoch und hat Blätter mit einer winzigen Doppelrille entlang ihrer Mitte („Schienenblätter“). Die Art blüht von Mai bis Juni. Wie bei Süßgräsern üblich findet die Bestäubung durch Wind statt. Die Art hat kahle bis raue Blattscheiden und deutlich dreinervige, silbrig weiße Hüllspelzen. Jede Deckspelze trägt eine lange, in ihrem unteren Abschnitt bandartig abgeflachte Granne. Neben der Vermehrung über Samen breitet sich der Echte Wiesenhafer auch über Wurzelausläufer aus. Zu finden ist er vor allem auf Trocken- und Halbtrockenrasen, aber auch in lichten Wäldern. Er gilt darüber hinaus als Zeigerpflanze für Stickstoffarmut. Er ist in fast ganz Europa heimisch, mit Ausnahme Südosteuropas. In Deutschland hat er seinen Verbreitungsschwerpunkt im Süden, in Berlin ist er sehr selten und vom Aussterben bedroht.